Motorolas Business-Neuling Droid Pro

Motorola Droid Pro Ganz klar auf Business-Kunden zielt das jüngst in den USA vorgestellte Motorola Droid Pro, ein Android-Smartphone mit allen Merkmalen, die Telefone mit dem Google-Betriebssystem mitbringen plus einer vollwertigen Tastatur unter dem Touchscreen.

Hervorragende Hardware von Motorola

Das ist ungewöhnlich: Viele Touchscreen-Modelle verzichten auf die Tastatur, häufiger Kritikpunkt vor allem bei Vielschreibern, die die mühsame Eingabe über eine eingeblendete Tastatur nicht schätzen. Ein Android-Telefon im Blackberry-Format: Der Touchscreen ist deutlich kleiner als bei den anderen Modellen der Milestone/Droid-Reihe.

Ein überzeugendes Konzept beim Droid Pro

Das muss kein Nachteil sein: Mit dem Flipout zeigt Motorola, dass auch kleine Bildschirmgrößen mit Android gut funktionieren. Die Hardware-Qualität des Droid Pro dürfte Motorola-typisch gut sein, mit einem 1-GHz-Prozessor, 512 MB RAM, 2 GB internem Speicher und einer 2 GB-Mini-SD-Karte sind auch die technischen Daten großzügig. Die SD-Karte kann ausgetauscht werden und so den Speicher auf bis zu 32 GB erweitern – bei einer 5 Megapixel-Kamera mit Videofunktion und den bekannten Multimediafähigkeiten des Android-Systems scheint das sinnvoll.

Software-Probleme und keine Updates

Motorola Droid Pro Kommen wir zu den Nachteilen: Motorola hat seit Einführung von Android eine wahre Flut an eigenen Modellen auf den Markt gebracht, die in den US-Versionen durchgängig überzeugten. Schnelle Updates für Fehlerbehebungen, häufige Modellpflege durch neue Android-Versionen, alles lief problemlos.

Für die Motorola-Kunden außerhalb der USA gilt das allerdings nicht. Fast alle in Europa verkauften Motorola-Modelle hatten Software-Probleme, Updates kommen nur langsam, für viele Modelle auch gar nicht mehr. Trotz modernem, offenen Android-Betriebssystem bleiben damit die Kunden schnell auf veralteten Telefonen sitzen, die dafür deutlich überteuert sind.

Oberfläche Motoblur

Ebenso ärgerlich ist Motorolas Fixierung auf Motoblur, die hauseigene Ergänzung des Android-Systems. Eyecandy, das die Funktionalität des gut durchdachten Android-Systems eher einschränkt als fördert und vor allem Business-Kunden auf die Nerven gehen dürfte.

Wie sich diese Probleme bei den neuen Motorola-Modellen entwickeln, bleibt abzuwarten. Dafür dürfte noch genug Zeit sein: Das Motorola Droid Pro wird in den USA beim Telekommunikationsriesen Verizon ab dem 18. November vertrieben, zum Preis von 179 $ mit Zwei-Jahres-Vertrag. Falls es den Sprung nach Deutschland schafft, wird dies sicherlich erst im nächsten Jahr der Fall sein.

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Ich liebe alle Formen von Gadgets. Bei Tablets bin ich bei Android hängengeblieben, finde aber auch das klassische iPad sehr gelungen. Das iPad mini dagegen ist mir zu klein. Ich setze eher auf größere Formate im Bereich 10 Zoll.

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