Android: Ab sofort gibt es kein Flash mehr

Adobe hat den Flash Player für Android eingestellt.

Adobe hat das aus für den Flash Player angekündigt. Die Software ist aus dem Play Store verschwunden und kann nur noch manuell per APK installiert werden. – Quelle: Adobe

Das mobile Betriebssystem Android muss ab sofort auf einen wichtigen Teil seines Systems verzichten: Das Unternehmen Adobe liefert seit kurzer Zeit den Flash Player nicht mehr aus. Auch die generelle Entwicklung der mobilen Flash Version ist eingestellt worden. Das Unternehmen reagiert damit auf die zunehmende Verbreitung von Multimediainhalten, die via HTML 5, Java Script und CSS ausgespielt werden.

Flash wird noch eine Weile mit Updates versorgt

Nutzer, die Flash noch installiert haben sollen noch eine Weile Updates und Bugfixes erhalten. Irgendwann soll diese Entwicklung aber auch eingestellt werden. Adobe will jedoch weiterhin ein installierbare Version für Android über die eigene Webpräsenz als APK Datei verbreiten. Aus dem Google Play Store ist die Software längst verschwunden. Auch auf dem aktuellen Google Tablet Nexus 7 ist die Software nicht mehr installierbar. Bei einem Versuch, die Software herunterzuladen wird eine Fehlermeldung angezeigt. Zudem ist die Software auf dem Android Tablet sowie unter Android 4.1 Jelly Bean generell nicht vorinstalliert. Apple lehnte die Verbreitung von Flash über die eigenen Smartphones und Tablets generell ab. Das Unternehmen setzte von Anfang an auf den HTML 5 Standard und hat damit auch nicht unwesentlich zur jetzigen Entwicklung beigetragen.

Flash für den PC wird weiterentwickelt

Das Aus für die mobile Version bedeutet nicht, dass Flash generell den Internettod stirbt. Geht es nach Adobe, so soll die PC Version auch in den nächsten Jahren noch weiterentwickelt werden. Das Tool wird derzeit vor allem bei Videos, Onlinespielen und anderen Multimediainhalten eingesetzt. Es gilt als ressourcenhungrig. HTML 5 bringt vor allem den Vorteil mit, auf sämtlichen modernen Geräten zu funktionieren. Da der Standard aber noch nicht final beschlossen ist kann es unter Umständen zu Kompatibilitätsproblemen bei der Nutzung unterschiedlicher Geräte oder Browser kommen. Das hängt insbesondere mit den Codecs von Audio- und Videoinhalten im Internet zusammen. Derzeit unterstützen unterschiedliche Browser unterschiedliche Codecs. Eine volle Kompatiblität wird erst mit dem fertigen Internetstandard gegeben sein. Das Flash auf mobilen Endgeräten sich zurückzieht, könnte die Bedeutung von HTML 5 allerdings erheblich erhöhen.

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