Joyn: Schritt für Schritt – Start bei den Mobilfunkanbietern

Joyn soll der Nachfolger der SMS werden.

Mit Joyn startet im August der von den Mobilfunkanbietern gewählte SMS Nachfolger. Er soll Diensten wie WhatsApp Konkurrenz machen.

Ein neues Nachrichtensystem soll die SMS in der Smartphone Generation ablösen: Mit Joyn versuchen die Mobilfunkanbieter Messengern wie WhatsApp, Yuilop oder Kik Konkurrenz zu machen. Das System bietet ein umfangreiches Arsenal von Funktionen vom Versand von Dateien bis hin zur Videotelefonie. Das Projekt Joyn soll Ende August bei Vodafone starten. Die Telekom und O2 wollen die Funktionen erst später auf den Markt bringen. Der Anbieter EPlus hält sich beim Start von Joyn derzeit noch zurück.

Nachrüstung von Joyn per App oder Firmware Update

Das Nachrichtensystem soll bei Vodafone zunächst für Android verfügbar gemacht werden. Die App für das System soll beim Start für Kunden herunterladbar sein. Auch ein Einspielen via Firmware Update wird bei einigen Modellen durchgeführt. Nach dem Plan des Unternehmens sollen neue unterstützte Smartphones ab Werk mit der neuen Software ausgeliefert werden. Der Anbieter Telekom will wohl noch den Start von Windows Phone 8 abwarten. Der Provider plant die Einführung von Joyn für iOS, Android und Windows Phone im Oktober. Noch länger will O2 mit dem Start werden. Erst 2013 wird Joyn bei der Telefonica Tochter eingeführt.

Tarife: SMS- oder Datenoption für die Nutzung notwendig

Der Unterschied zwischen den mobilen Messengern und dem Konzept von Joyn: Die Möglichkeiten des Dienstes hängen vom jeweiligen Tarif ab. Bei der Telekom können Nachrichten untereinander verschickt werden sofern eine SMS- oder Datenoption gebucht wurde. Für die Nutzung der Videotelefonie wird eine Sprachoption fällig. Sollte keine dieser Optionen gebucht worden sein fallen für Nachrichten die normalen SMS Preise an. Vodafone hingegen setzt für die Nutzung von Joyn lediglich eine SMS- oder Datenoption voraus. Noch kein konkretes Tarifmodell hat O2. Ob Joyn ein Erfolg wird hängt im Wesentlichen von einer geräteübergreifenden Verbreitung ab. Im Moment konzentrieren sich die Mobilfunkanbieter auf die Systeme iOS, Android und Windows Phone. WhatsApp, Kik oder KakaoTalk bieten aber zum Beispiel auch passende native Apps für BlackBerry und Symbian. Zudem sind derzeit die vielen Mobilfunkdiscounter noch nicht mit im Boot, was sich ebenfalls als Problem erweisen könnte.

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